Winterharte Hecke pflanzen: Anleitung für Standort, Boden und Pflanzzeit

Winterharte Hecke pflanzen: Anleitung für Standort, Boden und Pflanzzeit

Wenn du eine Winterharte Hecke pflanzen willst, entscheidet nicht nur die Frosthärte der Pflanze über den Erfolg. Winterharte Hecke pflanzen heißt vor allem: den Standort ehrlich einschätzen, den Boden vor dem Setzen passend vorbereiten und die Pflanzzeit so wählen, dass die Wurzeln vor Hitze, Trockenstress oder Frost sauber ankommen. Viele Ausfälle entstehen nicht durch den Winter selbst, sondern durch einen schlechten Start: zu trockener Boden bei Flachwurzlern, verdichtete Erde, falscher Pflanzabstand oder zu spätes Gießen nach dem Einsetzen. Wenn du von Anfang an eine robuste Sorte passend zum Garten wählst, findest du in der Kategorie winterharte Hecke kaufen die passenden Pflanzen für frostfeste, langlebige Hecken.

Kurzantwort: Winterharte Hecke pflanzen in der Praxis

  • Beste Pflanzzeit: Frühjahr oder Herbst, solange der Boden frostfrei und locker ist
  • Standort: meist Sonne bis Halbschatten, windige und trockene Lagen erfordern robustere Arten
  • Boden: durchlässig, humos, frisch bis feucht, keine Staunässe, sandige Böden verbessern
  • Pflanzung: immer im Pflanzgraben statt Einzellöchern, gleiche Pflanztiefe wie im Topf
  • Wässern: direkt nach dem Setzen gründlich einschlämmen, danach regelmäßig, besonders im ersten Sommer

Winterharte Hecke pflanzen: Erst Standort prüfen, dann Sorte wählen

Der größte Fehler beginnt oft schon vor dem Spatenstich: Es wird eine Pflanze ausgesucht, weil sie schön dicht oder schnell wirkt, aber der Garten liefert nicht die Bedingungen, die diese Pflanze braucht. Bei einem sonnigen, windigen Grundstück mit eher trockenem Boden verhält sich eine Hecke anders als an einem geschützten, humosen Platz mit frischer Erde. Genau dort entscheidet sich, ob die Pflanzen nach dem ersten Sommer kräftig weiterwachsen oder im zweiten Jahr lückig, braun und gestresst aussehen.

Für Standort Heckenpflanzen gilt deshalb: Nicht jede winterharte Sorte ist automatisch für jeden Garten robust. Lebensbaum - Brabant und Lebensbaum - Smaragd sind sehr frostverträglich und immergrün, brauchen aber frische bis feuchte, nährstoffreiche Erde und kommen mit Trockenstress nur gering bis mittel zurecht. Wenn sie auf einem heißen, sandigen Streifen neben einer Einfahrt stehen, erkennt man das meist an matter Farbe, braunen Spitzen und ungleichmäßigem Austrieb. Dann hilft kein stärkerer Rückschnitt, sondern nur eine passendere Standortentscheidung oder konsequente Boden- und Wasserversorgung.

Wenn dein Garten dagegen eher trocken bis frisch ist und der Boden sandig bis lehmig ausfällt, sind Feldahorn, Blutberberitze oder Weißdorn deutlich fehlertoleranter. Feldahorn verträgt Trockenheit gut, ist sehr schnittverträglich und kommt mit neutralen bis alkalischen Böden zurecht. Weißdorn geht noch einen Schritt weiter: Er hat eine hohe Trockenstress-Toleranz, sehr gute Windverträglichkeit und ein tiefes Wurzelsystem. Wenn du also eine Hecke an einer offenen Grundstücksgrenze planst, wo Wind, Sonne und zeitweise Trockenheit zusammenkommen, ist eine tiefwurzelnde, robuste Laubhecke oft die sicherere Entscheidung als eine empfindlichere immergrüne Lösung.

Pflanzzeit winterharte Hecken: Frühjahr oder Herbst, aber nicht blind nach Kalender

Die Pflanzzeit winterharte Hecken liegt in der Praxis vor allem im Frühjahr oder Herbst, solange der Boden frostfrei ist. Das klingt einfach, wird aber oft falsch verstanden. Entscheidend ist nicht nur der Monat, sondern die Situation im Boden. Wenn der Boden im März noch kalt, nass und schmierig ist, startet eine frisch gesetzte Hecke schlechter als bei etwas späterer Pflanzung in lockerer, abgetrockneter Erde. Wenn der Oktober dagegen mild ist und der Boden noch Wärme hält, können Wurzeln sehr gut anwachsen, bevor der eigentliche Winterdruck kommt.

Frühjahrspflanzung ist stark, wenn du nach dem Winter früh planen willst und bereit bist, im ersten Sommer konsequent zu wässern. Das ist besonders bei immergrünen Flachwurzlern wichtig. Eine Lebensbaum - Brabant Hecke wächst mittel bis schnell und liefert hohen Sichtschutz, reagiert aber in Trockenphasen empfindlich, wenn die oberen Bodenschichten austrocknen. Typisch sieht man dann nicht sofort einen Schaden, sondern erst zeitverzögert: Die Pflanze verliert Spannung, einzelne Partien verfärben sich, und nach heißen Wochen entstehen braune Stellen, obwohl „eigentlich genug gegossen“ wurde. In solchen Fällen war meist nicht die Wassermenge pro Monat das Problem, sondern die fehlende gleichmäßige Durchfeuchtung direkt im Wurzelbereich.

Herbstpflanzung ist oft die ruhigere Variante. Der Boden ist noch warm, die Verdunstung sinkt, und die Hecke muss nicht sofort gegen Sommersonne arbeiten. Das passt besonders gut für Hainbuche, Rotbuche, Feldahorn, Weißdorn und viele andere robuste Laubhecken. Bei immergrünen Pflanzen ist Herbst ebenfalls möglich, aber nur sauber, wenn sie vor längeren Frostphasen noch ausreichend Wasser aufnehmen können. Frosttrocknis entsteht nicht, weil die Pflanze „zu wenig winterhart“ ist, sondern weil sie über grüne Nadeln oder Schuppen Wasser verliert, während der gefrorene Boden nichts nachliefert.

Kann man Hecken im Winter pflanzen? Ja, aber nur unter klaren Bedingungen

Eine Hecke im Winter zu pflanzen ist möglich, wenn der Boden frostfrei, offen und bearbeitbar ist. Keine gute Idee ist es, Pflanzen in halbgefrorene Erde zu drücken oder ein Pflanzloch mit nassen, schweren Schollen wieder zu verfüllen. Dann entsteht kein feiner Bodenschluss an den Wurzeln. Die Folge sieht man später an verzögertem Austrieb, wackeligen Pflanzen und trockenen Randbereichen im Ballen.

Wenn du im Winter pflanzt, muss der Boden krümelig genug sein, damit er sich sauber um die Wurzeln legt. Danach wird trotz kühler Witterung gründlich angegossen, weil Wasser nicht nur versorgt, sondern auch Hohlräume im Pflanzloch schließt. Bei immergrünen Hecken wie Thuja oder Scheinzypresse ist zusätzlich wichtig, dass die Pflanzen an frostfreien Tagen Wasser bekommen, wenn längere trockene Phasen auftreten. Winterhart bedeutet nicht, dass eine frisch gesetzte Hecke ohne Wasser auskommt.

Bei Laubhecken ist die Winterpflanzung oft entspannter, solange keine Frostperiode direkt auf die Pflanzung folgt. Hainbuche, Rotbuche und Feldahorn sind schnittverträglich, frostfest und als Hecke bewährt. Trotzdem gilt: Je schwerer der Boden und je nasser die Lage, desto vorsichtiger solltest du sein. Wenn Erde beim Zusammendrücken glänzt, schmiert und nicht zerbröselt, wartest du besser auf ein trockenes Pflanzfenster.

Boden für Hecken verbessern: Nicht düngen, sondern Struktur schaffen

Beim Thema Boden für Hecken verbessern denken viele zuerst an Dünger. In der Praxis ist das selten der wichtigste Punkt. Eine frisch gepflanzte Hecke braucht zuerst Luft, Wasserführung und Bodenschluss. Wenn der Boden verdichtet ist, staut sich Wasser im Pflanzgraben; wenn er zu sandig ist, läuft Wasser durch, bevor die Wurzeln es nutzen können. Beide Situationen führen zu Stress, aber sie sehen unterschiedlich aus.

Bei schwerem, lehmigem Boden entsteht das Problem meist nach Regen. Die Oberfläche bleibt lange nass, das Pflanzloch wirkt wie eine Wanne, und Pflanzen mit geringer Staunässeverträglichkeit reagieren mit schwachem Austrieb, fahlen Trieben oder Wurzelproblemen. Blaue und gelbe Scheinzypressen brauchen humosen, frischen, gut drainierten Boden und vertragen Staunässe nur gering. Wenn du dort einfach tiefer pflanzt oder mehr Erde anhäufst, verschärfst du das Problem. Richtig ist: Pflanzstreifen breit lockern, verdichtete Schichten aufbrechen, grobe Struktur einarbeiten und die Pflanze nicht tiefer setzen, als sie vorher stand.

Bei sandigem Boden passiert das Gegenteil. Wasser verschwindet schnell aus der Wurzelzone, besonders bei Sonne und Wind. Dann leiden vor allem Pflanzen mit geringer bis mittlerer Trockenstress-Toleranz. Thuja, Rotbuche und Scheinzypresse brauchen in solchen Situationen bessere Wasserhaltefähigkeit. Dafür wird der Pflanzstreifen mit humoser Erde verbessert, nicht nur das kleine Pflanzloch. Wenn nur ein kleines Loch mit guter Erde gefüllt wird, stehen die Wurzeln später wie in einem Topf: innen bequem, außen trocken und hart. Die Hecke wächst dann anfangs ordentlich, bleibt aber später stehen.

Wenn du eine robuste Laubhecke für schwierigere Böden suchst, ist Hainbuche häufig die sichere Wahl. Sie wächst auf nährstoffreichen, tiefgründigen, lehmig bis humosen Böden besonders zuverlässig, ist sehr gut schnittverträglich und verträgt Staunässe zumindest mittel. Das heißt nicht, dass sie dauerhaft im Wasser stehen soll, aber sie verzeiht schwerere Gartenböden besser als viele empfindlichere Nadelhecken.

Hecke richtig setzen: Der Pflanzgraben entscheidet mehr als der erste Schnitt

Wer eine Hecke richtig setzen will, sollte nicht Pflanze für Pflanze kleine Löcher stechen. Ein durchgehender Pflanzgraben ist fast immer die bessere Lösung, weil die Wurzeln gleichmäßiger starten und der Boden über die gesamte Linie verbessert werden kann. Gerade bei Sichtschutzhecken entsteht sonst ein typisches Bild: Einige Pflanzen wachsen kräftig, andere bleiben schmal, obwohl alle aus derselben Lieferung stammen. Der Unterschied liegt dann oft nicht an der Pflanze, sondern an wechselnden Bodenbedingungen im Pflanzloch.

Der Pflanzgraben sollte so vorbereitet sein, dass der Ballen locker hineinpasst, die Seiten nicht glatt verschmiert sind und die Pflanze nach dem Setzen auf derselben Höhe steht wie vorher im Topf oder Ballen. Zu tief gesetzte Hecken wirken anfangs stabiler, bekommen aber schneller Probleme im Wurzelhalsbereich. Zu hoch gesetzte Pflanzen trocknen an den Ballenrändern aus. Sichtbar wird das meistens nach einigen Wochen: Die Hecke kippt nicht sofort um, aber einzelne Pflanzen hängen im Wuchs zurück, während Nachbarpflanzen normal treiben.

Nach dem Einsetzen wird Erde lagenweise angedrückt, aber nicht betonhart festgetreten. Danach wird gründlich eingeschlämmt. Das Wasser soll nicht nur oben nass machen, sondern die Erde an die Wurzeln ziehen. Bei Flachwurzlern wie Thuja oder Scheinzypresse ist ein sauberer Gießrand sinnvoll, weil Wasser sonst seitlich abläuft. Bei Herzwurzlern wie Hainbuche, Feldahorn oder Rotbuche ist der Start etwas fehlertoleranter, aber auch hier entscheidet die erste Saison darüber, ob die Hecke gleichmäßig anwächst.

Pflanzabstand, Höhe und Sichtschutz realistisch einschätzen

Eine Hecke wird nicht besser, wenn sie zu eng gesetzt wird. Zu dichter Stand wirkt im ersten Jahr verlockend, führt aber später zu Konkurrenz um Wasser, Licht und Luft. Besonders bei Pflanzen, die am Standort ohnehin Trockenstress bekommen können, verschärft ein zu enger Abstand das Problem. Die Folge sind kahle Innenbereiche, ungleichmäßiger Wuchs und mehr Schnittdruck.

Wenn du schnell hohen Sichtschutz willst, musst du zwischen Anfangswirkung und langfristiger Stabilität unterscheiden. Lebensbaum - Brabant liefert hohen Sichtschutz und wächst mittel bis schnell, während Lebensbaum - Smaragd schmaler bleibt und langsamer bis mittel wächst. Smaragd ist deshalb sinnvoll, wenn die Hecke sauber, ruhiger und etwas platzsparender wirken soll. Brabant passt besser, wenn zügig eine dichte grüne Wand entstehen soll und genug Platz sowie Wasser vorhanden sind. Wer vor allem immergrünen Schutz im Winter sucht, findet vertiefende Entscheidungshilfe bei immergrüne winterharte Hecken für ganzjährigen Sichtschutz.

Bei Laubhecken ist die Erwartung anders. Hainbuche und Rotbuche sind sommergrün bis wintergrün in Hecken, halten also häufig einen Teil des trockenen Laubs länger und wirken dadurch nicht völlig offen. Rotbuche verträgt Sonne bis Schatten und wächst mit etwa 45 cm Jahreszuwachs in der Höhe kräftig, braucht aber frischen bis feuchten, nahrhaften, lehmig-humosen Boden und in Trockenphasen mehr Wasser. Wenn dein Garten sehr trocken ist, ist das keine ideale Ausgangslage für Rotbuche. Dann ist Feldahorn oft die klarere Entscheidung, weil er Trockenheit gut verträgt und sehr schnittfest ist.

Winterharte Hecke pflanzen: Welche Sorte passt zu welcher Pflanzsituation?

Wenn der Garten sonnig bis halbschattig, der Boden frisch bis feucht und die Wasserversorgung gesichert ist, sind Thuja und Scheinzypresse starke Kandidaten für dichten, immergrünen Sichtschutz. Die Blaue Scheinzypresse - Columnaris Glauca passt besonders dann, wenn eine schmale, aufrechte Hecke mit hoher Sichtschutzwirkung gewünscht ist. Sie wächst mittel, wird deutlich höher als eine typische Gartenhecke genutzt wird und braucht humosen, gut drainierten Boden. Wenn der Standort dagegen kalkreich, trocken und heiß ist, ist sie keine Fehlertoleranz-Pflanze; dort sieht man Trockenstress und schwache Drainage später schnell an braunen Partien.

Wenn dein Grundstück offen, windig oder eher trocken ist, sind Feldahorn und Weißdorn starke Lösungen. Feldahorn ist sehr frostverträglich, windverträglich, kalkliebend und sehr gut schnittverträglich. Weißdorn ist ebenfalls sehr frostverträglich, kommt mit trocken bis frischem Boden zurecht und hat durch sein Tiefwurzelsystem Vorteile auf Standorten, die nicht dauerhaft gleichmäßig feucht bleiben. Wer naturnahe, robuste und schnittfeste Hecken bevorzugt, bekommt mit diesen Arten meist weniger Pflegeprobleme als mit einer empfindlicher gewählten Immergrünhecke.

Wenn du hohe, klassische Gartenhecken mit dichtem Charakter suchst, bleiben Hainbuche und Rotbuche sehr gute Entscheidungen, aber nicht für denselben Boden. Hainbuche ist auf vielen normalen Gartenböden unkomplizierter und verzeiht auch schwerere Standorte besser. Rotbuche wirkt edel und dicht, braucht aber mehr Bodenfrische und reagiert auf Trockenphasen deutlicher. Für die Sortenwahl lohnt sich ein Blick auf die besten frostresistenten Heckenpflanzen im Überblick, wenn du noch zwischen immergrün, laubabwerfend, schnell wachsend oder besonders robust abwägst.

Bewässerung nach dem Pflanzen: Der häufigste Pflegefehler passiert im ersten Sommer

Eine frisch gesetzte Hecke vertrocknet selten an einem einzigen heißen Tag. Das Problem baut sich auf. Erst ist der Ballen außen trocken, dann schließen die feinen Wurzeln schlecht an den Gartenboden an, danach zeigen einzelne Pflanzen matte Triebe oder verfärbte Spitzen. Bei immergrünen Pflanzen fällt das oft später auf als bei Laubgehölzen, weil sie Schäden verzögert zeigen.

Der Bewässerungsbedarf unterscheidet sich deutlich. Weißdorn kommt mit geringem Bewässerungsbedarf aus, wenn er angewachsen ist. Feldahorn liegt bei gering bis mittel. Hainbuche ist ebenfalls vergleichsweise pflegeleicht, braucht aber im Anwachsen gleichmäßige Feuchte. Rotbuche, Blutbuche, Thuja und Scheinzypresse verlangen in Trockenphasen mehr Aufmerksamkeit. Besonders bei Rotbuche und Blutbuche ist mittel bis hoher Wasserbedarf in Trockenphasen ein klares Warnsignal: Wenn der Boden im Sommer tief austrocknet, leidet nicht nur der Zuwachs, sondern auch die spätere Dichte der Hecke.

Richtig gewässert wird seltener, aber durchdringend. Oberflächliches tägliches Sprenkeln hält nur die oberen Zentimeter feucht und erzieht die Wurzeln nicht in die Tiefe. Besser ist ein langsames, gründliches Wässern direkt am Pflanzstreifen. Danach sollte der Boden unter der Oberfläche feucht sein, nicht nur dunkel aussehen. Eine Mulchschicht kann helfen, wenn sie nicht direkt an die Stämme geschoben wird. Direkt am Stamm zu viel feuchtes Material ist keine Pflege, sondern ein Risiko.

Schnitt nach dem Pflanzen: Nicht radikal, sondern auf Anwachsen und Dichte achten

Der erste Schnitt soll die Hecke nicht formen wie ein fertiges Gartenelement, sondern den gleichmäßigen Aufbau unterstützen. Sehr gut schnittverträgliche Arten wie Hainbuche, Feldahorn, Rotbuche, Weißdorn und Thuja erlauben später klare Formen. Trotzdem ist direkt nach dem Pflanzen Augenmaß wichtig. Wenn eine Pflanze gerade Wurzeln bilden muss, ist ein harter Formschnitt zur falschen Zeit zusätzlicher Stress.

Bei Thuja und Scheinzypresse liegt der Schnittzeitpunkt typischerweise zwischen Juni und August. Wichtig ist, nicht bis ins alte, kahle Holz zu schneiden, weil diese Pflanzen aus innen braunen Bereichen nicht beliebig neu austreiben. Bei Hainbuche und Rotbuche sind Juni bis August oder ein Winterschnitt bei Hecken möglich. Feldahorn kann im Sommer oder Winter geschnitten werden, aber starker Saftdruck im Frühjahr sollte vermieden werden. Wenn du schnell Höhe brauchst, schneidest du nicht ständig die Spitze weg, sondern förderst zuerst Seitenverzweigung und Gleichmäßigkeit.

Bei blühenden Hecken wie Goldglöckchen oder Weißdorn hängt der Schnitt enger mit der Blüte zusammen. Goldglöckchen wird direkt nach der Blüte geschnitten, weil ein falscher Zeitpunkt die Blütenwirkung für das nächste Jahr schwächen kann. Weißdorn kann im Spätwinter oder nach der Blüte geschnitten werden. Wenn du also Sichtschutz, Blüte und Pflegeaufwand gleichzeitig willst, musst du vor dem Pflanzen entscheiden, ob eine streng geschnittene Heckenwand oder eine natürlichere Blütenhecke besser zu deinem Garten passt.

Typische Fehlentscheidungen und die bessere Lösung

Ein häufiger Fehler ist die Wahl einer immergrünen Hecke für einen zu trockenen, heißen Standort, nur weil sofortiger Sichtschutz gewünscht ist. Das Ergebnis sind braune Stellen, unruhiger Wuchs und hoher Gießaufwand. Wenn dein Standort sonnig, windig und trocken bis frisch ist, sind Feldahorn oder Weißdorn oft die bessere Entscheidung als eine durstige Immergrünhecke. Wenn du trotzdem immergrün pflanzen willst, muss der Boden vorher humoser und wasserspeichernder werden, und die Bewässerung im ersten Jahr darf nicht dem Zufall überlassen bleiben.

Ein zweiter häufiger Fehler ist schwerer Boden ohne Drainagegedanken. Viele Pflanzen mögen frisch bis feucht, aber das bedeutet nicht nass. Frisch heißt: Der Boden hält Wasser, bleibt aber luftführend. Feucht heißt: mehr Wasserverfügbarkeit, aber immer noch ohne dauerhaft stehende Nässe. Nass und verdichtet ist für viele Heckenpflanzen ein schlechter Start. Besonders Scheinzypressen mit geringer Staunässeverträglichkeit zeigen dort schnell Schwächen. Wenn du solche Bedingungen hast, ist Bodenverbesserung keine Zusatzarbeit, sondern die Voraussetzung dafür, dass die Hecke überhaupt sauber anwächst.

Ein dritter Fehler ist eine falsche Erwartung an die Geschwindigkeit. Schnell wachsend klingt gut, bedeutet aber auch mehr Schnitt, mehr Wasserbedarf und mehr Kontrolle in der Aufbauphase. Wenn du genau diese Frage vertiefen willst, hilft der Ratgeber zu schnellwachsende winterharte Hecken für zügigen Sichtschutz. Für kleine oder schmale Grundstücke ist nicht immer die schnellste Sorte die beste, sondern die Pflanze, deren Endbreite, Schnittverträglichkeit und Standortanspruch zum Platz passen.

FAQ

Wann ist die beste Zeit, eine Hecke zu pflanzen?

Die beste Zeit ist Frühjahr oder Herbst, solange der Boden frostfrei und gut bearbeitbar ist. Im Frühjahr musst du besonders auf gleichmäßige Bewässerung achten, weil die erste Hitzeperiode schnell Trockenstress auslösen kann. Im Herbst ist die Verdunstung geringer, und die Wurzeln können vor dem Winter noch gut anschließen. Nicht der Kalender allein entscheidet, sondern ob der Boden locker, offen und nicht verschmiert ist.

Welcher Standort ist ideal für Hecken?

Der ideale Standort hängt von der Sorte ab, aber für viele robuste Heckenpflanzen ist Sonne bis Halbschatten die sicherste Ausgangslage. Thuja, Scheinzypresse, Hainbuche, Feldahorn und Weißdorn kommen damit gut zurecht, unterscheiden sich aber stark bei Trockenheit und Staunässe. Wenn dein Garten trocken, windig und kalkreich ist, sind Feldahorn oder Weißdorn meist sinnvoller als empfindlichere immergrüne Pflanzen. Wenn du dauerhaft dichten Sichtschutz willst, muss der Standort nicht nur hell sein, sondern auch ausreichend Wasser im Wurzelbereich halten.

Wie pflanze ich eine Hecke richtig?

Eine Hecke pflanzt du richtig, indem du einen durchgehenden Pflanzgraben vorbereitest statt einzelne enge Löcher zu stechen. Der Ballen sitzt nach dem Pflanzen auf derselben Höhe wie vorher, die Erde wird gut angeschlossen und anschließend gründlich eingeschlämmt. Bei schweren Böden musst du Verdichtung lösen, bei sandigen Böden die Wasserhaltefähigkeit verbessern. Danach entscheidet die erste Saison: gleichmäßiges Wässern ist wichtiger als früher starker Formschnitt.

Welcher Boden ist für Hecken geeignet?

Geeignet ist ein Boden, der zur Pflanze passt und Wasser halten kann, ohne dauerhaft nass zu bleiben. Viele klassische Hecken wie Hainbuche, Rotbuche, Thuja und Scheinzypresse bevorzugen frische bis feuchte, aber gut strukturierte Böden. Feldahorn, Blutberberitze und Weißdorn kommen besser mit trocken bis frischen Standorten zurecht. Wenn der Boden verdichtet, staunass oder extrem sandig ist, solltest du ihn vor dem Pflanzen verbessern, sonst entstehen Lücken und schwacher Wuchs.

Kann man Hecken im Winter pflanzen?

Ja, Hecken können im Winter gepflanzt werden, wenn der Boden frostfrei ist und sich sauber lockern lässt. Nicht sinnvoll ist Pflanzung in gefrorene, verschmierte oder wassergesättigte Erde, weil die Wurzeln dann keinen guten Bodenschluss bekommen. Nach der Pflanzung muss auch im Winter angegossen werden, besonders bei immergrünen Pflanzen. Bei längeren trockenen Frostperioden solltest du an frostfreien Tagen kontrollieren, ob der Wurzelbereich noch ausreichend Feuchte hat.