Kirschlorbeer Novita vs. Kirschlorbeer Herbergii – der große Vergleich für deine Hecke

Kirschlorbeer Novita vs. Kirschlorbeer Herbergii – der große Vergleich für deine Hecke

Kirschlorbeer Novita vs. Kirschlorbeer Herbergii ist keine Entscheidung zwischen gut und schlecht, sondern zwischen zwei unterschiedlichen Wuchscharakteren. Kirschlorbeer Novita vs. Kirschlorbeer Herbergii wird vor allem dann wichtig, wenn du wissen willst, ob deine Hecke schnell breit und massiv schließen soll oder ob sie etwas kontrollierter, schmaler und ruhiger wachsen muss. Beide Sorten sind immergrüne Kirschlorbeer-Heckenpflanzen, beide eignen sich für Sichtschutz, beide vertragen Schnitt sehr gut. Der entscheidende Unterschied liegt in der praktischen Wirkung: Novita wächst kräftiger in Höhe und Breite, während Herbergii bei ähnlicher Endhöhe meist etwas schlanker und geordneter bleibt.

Kurzantwort: Kirschlorbeer Novita oder Herbergii?

  • Novita wählen, wenn du möglichst schnell eine hohe und dichte Sichtschutzhecke möchtest.
  • Herbergii wählen, wenn die Hecke auf einem schmaleren Grundstück steht und besser kontrollierbar bleiben soll.
  • Novita wächst meist 40–60 cm pro Jahr, Herbergii etwa 30–45 cm pro Jahr.
  • Novita wird breiter und kräftiger, deshalb steigt der Schnittaufwand bei wenig Platz schneller an.
  • Herbergii bleibt etwas kompakter, ohne dabei an Dichte oder Sichtschutzwirkung einzubüßen.
  • Beide Sorten sind immergrün, winterhart, schnittverträglich und für Sonne bis Halbschatten geeignet.
  • Für große Grundstücksgrenzen mit schnellem Sichtschutz ist Novita meist die bessere Wahl.
  • Für Vorgärten, Wege, Terrassen oder schmale Pflanzstreifen ist Herbergii häufig die sinnvollere Entscheidung.

Kirschlorbeer Novita vs. Kirschlorbeer Herbergii: der wichtigste Unterschied im Garten

Der wichtigste Unterschied Herbergii und Novita zeigt sich nicht am ersten Pflanztag, sondern nach den ersten zwei bis drei Wachstumsjahren. Novita baut schneller Masse auf, weil sie pro Jahr nicht nur stärker in die Höhe wächst, sondern mit etwa 25–35 cm Breitenzuwachs auch seitlich kräftiger schiebt. Das ist sinnvoll, wenn eine offene Grenze schnell geschlossen werden soll oder wenn du eine hohe, blickdichte Hecke planst, die nicht filigran wirken muss. Der typische Fehler entsteht, wenn Novita in einen zu engen Streifen gesetzt wird: Anfangs sieht alles passend aus, später drückt die Hecke in Wege, Beete oder Einfahrten, und der Schnitt wird zur dauerhaften Korrekturarbeit.

Herbergii wächst ebenfalls schnell, bleibt aber mit etwa 20–25 cm Breitenzuwachs pro Jahr etwas zurückhaltender. Das macht sie nicht schwach, sondern besser steuerbar. In der Praxis passt Herbergii besonders gut, wenn Sichtschutz gewünscht ist, aber die Hecke nicht wie eine grüne Wand in den Garten hineinwachsen soll. Wer noch zwischen mehreren Kirschlorbeer-Typen schwankt und zuerst die grundsätzliche Richtung klären will, findet bei Heckenmeister den sinnvolleren Einstieg über die gesamte Heckenentscheidung, statt nur einzelne Sortennamen zu vergleichen.

Kirschlorbeer Novita vs. Kirschlorbeer Herbergii: Wuchs, Breite und Sichtschutz richtig einschätzen

Bei einer Hecke entscheidet nicht nur die Endhöhe, sondern die Frage, wie schnell die Pflanzen den Raum füllen. Beide Sorten können etwa 2–4 m hoch werden, aber Novita wird mit einer möglichen Breite von 2–4 m deutlich raumgreifender als Herbergii, die eher bei 2–3 m liegt. Das klingt zunächst nach einem kleinen Unterschied, wirkt im Garten aber deutlich: Auf einem schmalen Grundstück kann ein zusätzlicher Meter Breitenpotenzial bedeuten, dass du die Hecke dauerhaft stärker zurücknehmen musst. Wenn du nur einen schmalen Pflanzstreifen hast, ist Novita deshalb keine entspannte Lösung, nur weil sie schnell Sichtschutz liefert.

Für eine Beste Kirschlorbeer Hecke ist also nicht die schnellste Sorte automatisch die beste. Die beste Sorte ist die, die nach einigen Jahren noch zu deinem verfügbaren Platz passt. Novita ist stark, wenn du eine breite, satte, schnell schließende Hecke willst und genug Abstand zu Wegen, Rasenflächen oder Nachbargrenzen einplanen kannst. Herbergii ist stärker, wenn du eine dichte, immergrüne Hecke suchst, die zwar zuverlässig Sichtschutz liefert, aber insgesamt etwas feiner und kontrollierter bleibt.

Wenn die Hecke möglichst schnell eine Lücke schließen soll, ist Kirschlorbeer - Novita die passendere Entscheidung. Wenn dagegen ein schmalerer, ruhigerer Aufbau wichtiger ist, passt Kirschlorbeer - Herbergii besser in die typische Gartensituation entlang von Wegen, Terrassen oder kleineren Grundstücken.

Kirschlorbeer Herbergii Eigenschaften: wann die Sorte klar im Vorteil ist

Die wichtigsten Kirschlorbeer Herbergii Eigenschaften zeigen sich bei Gärten, in denen nicht maximale Wuchskraft gefragt ist, sondern verlässliche Dichte mit besserer Kontrolle. Herbergii wächst breit aufrecht bis kegelförmig, verzweigt kräftig und bildet eine gut blickdichte Struktur. Die Blätter sind schmal elliptisch und glänzend, wodurch die Hecke etwas ruhiger und weniger grob wirkt als bei stark breitlaubigen Kirschlorbeer-Sorten. Das ist besonders dann ein Vorteil, wenn die Hecke in einem gepflegten Vorgarten, an einer Terrasse oder an einer engeren Grundstücksseite stehen soll.

Ein häufiger Fehler ist, Herbergii nur deshalb auszuschließen, weil Novita schneller wächst. Schneller ist nicht automatisch besser, wenn der Standort begrenzt ist. Wenn du eine Hecke pflanzt, die nach wenigen Jahren ständig geschnitten werden muss, weil sie seitlich zu stark in den Garten drückt, war die Sorte nicht passend gewählt. Herbergii löst genau dieses Problem besser: Sie wird dicht, sie bleibt immergrün, sie verträgt Schnitt sehr gut, aber sie baut weniger seitlichen Druck auf als Novita.

Auch bei Licht ist Herbergii praktisch flexibel. Sie kommt mit Sonne bis Halbschatten zurecht und toleriert auch schattigere Situationen besser, solange der Boden humos, nährstoffreich und gut drainiert bleibt. Wenn der Standort morgens Sonne und nachmittags Schatten bekommt oder durch Gebäude zeitweise beschattet wird, ist Herbergii keine Ausweichlösung, sondern eine solide Heckenwahl. Wer zusätzlich wissen will, wie Herbergii gegenüber einer noch stärker aufrechten Kirschlorbeer-Sorte abschneidet, kann den Vergleich Kirschlorbeer Caucasica gegen Herbergii im direkten Gartenvergleich als nächste Entscheidungsebene nutzen.

Kirschlorbeer Novita Vorteile: wo die stärkere Sorte wirklich Sinn ergibt

Die wichtigsten Kirschlorbeer Novita Vorteile liegen in der schnellen Massebildung. Novita wächst breit aufrecht, sehr dicht, kräftig und gut blickdicht. In der Praxis ist das genau dann wertvoll, wenn du nicht jahrelang auf Sichtschutz warten willst und die Hecke auch optisch sofort eine kräftige, immergrüne Linie bilden soll. Der jährliche Höhenzuwachs von etwa 40–60 cm bedeutet, dass eine junge Hecke bei guter Pflanzung und ausreichender Wasserversorgung sichtbar schneller an Höhe gewinnt als Herbergii.

Der Auslöser für Probleme ist bei Novita fast immer derselbe: zu wenig Platz bei gleichzeitig zu viel Erwartung an schnellen Sichtschutz. Wenn Novita in einen schmalen Streifen gesetzt wird, zeigt sich nach einigen Jahren häufig ein dichtes, aber zu breites Pflanzenbild. Dann wird nicht mehr gepflegt, sondern dauerhaft gebremst. Die Lösung ist klar: Novita nur dort wählen, wo die Hecke seitlich wachsen darf oder wo regelmäßiger Schnitt von Anfang an eingeplant ist.

Novita passt besonders gut an längere Grundstücksgrenzen, offene Gartenseiten und Bereiche, in denen eine kräftige grüne Wand erwünscht ist. Sie wirkt weniger fein als Herbergii, dafür schneller geschlossen und voluminöser. Wenn du zwischen Novita und einer noch schmaleren Alternative überlegst, ist der Vergleich Kirschlorbeer Novita vs. Kirschlorbeer Genolia für schmalere Heckenlösungen sinnvoll, weil dort genau die Frage nach Breite, Wuchsdruck und Platzbedarf weitergeführt wird.

Standort, Boden und typische Schäden: wo beide Sorten empfindlich reagieren

Novita und Herbergii haben ähnliche Grundansprüche. Beide bevorzugen einen humosen, nährstoffreichen und gut drainierten Boden, der frisch bleibt, aber nicht nass steht. Der entscheidende Punkt ist nicht, ob Kirschlorbeer grundsätzlich robust ist, sondern ob die Wurzeln zuverlässig Luft bekommen. Wenn der Boden nach Regen lange schmierig bleibt oder Pflanzlöcher wie kleine Wasserschalen wirken, entsteht Stress im Wurzelbereich. Das erkennst du später an gelblichen Blättern, schwachem Austrieb oder einzelnen Trieben, die trotz ausreichender Feuchtigkeit nicht sauber weiterwachsen.

Die Lösung beginnt vor der Pflanzung. Schwerer Lehmboden muss nicht automatisch ein Ausschlussgrund sein, aber er darf nicht verdichtet bleiben. Wenn beim Ausheben glatte, verschmierte Wände entstehen, sollte der Boden gelockert und strukturell verbessert werden, damit Wasser nicht im Pflanzloch stehen bleibt. Beide Sorten haben nur eine geringe Verträglichkeit gegenüber Staunässe. Wer diesen Punkt ignoriert, bekommt keine pflegeleichte Hecke, sondern eine Hecke, die schon im ersten oder zweiten Jahr sichtbar schwächelt.

Bei Trockenheit sind beide Sorten nur mittel tolerant. Das bedeutet: Eingewachsene Pflanzen halten normale Trockenphasen besser aus als frisch gepflanzte Ware, aber junge Hecken brauchen in warmen Wochen eine klare Wasserroutine. Typisch ist der Fehler, täglich oberflächlich zu gießen. Besser ist durchdringendes Wässern in längeren Abständen, damit Feuchtigkeit wirklich in den Wurzelbereich gelangt. Gerade Novita mit stärkerem Wachstum reagiert in der Aufbauphase deutlich darauf, ob genug Wasser im Boden ankommt.

Pflege und Schnitt: welche Sorte weniger Arbeit macht

Bei der Frage Welche Sorte benötigt weniger Pflege – Novita oder Herbergii? ist Herbergii die etwas entspanntere Wahl, wenn der Platz begrenzt ist. Beide Sorten haben einen geringen bis mittleren Pflegeaufwand und beide sind sehr gut schnittverträglich. Der Unterschied entsteht durch die Wuchskraft. Novita wächst schneller und breiter, deshalb muss sie häufiger konsequent geformt werden, wenn sie schmal bleiben soll.

Der beste Schnittzeitpunkt liegt bei beiden Sorten nach der Blüte oder Ende August. In der Praxis ist wichtig, nicht nur die Spitzen leicht anzutippen, wenn die Hecke schon zu breit wird. Wer zu lange wartet, muss später stärker ins alte Holz eingreifen, und dann sieht die Hecke vorübergehend unruhig aus. Eine klare Schnittlinie ab dem ersten Standjahr ist bei Novita besonders wichtig, weil die Pflanze sonst schnell mehr Breite aufbaut, als am Standort gewünscht ist.

Herbergii verzeiht bei engeren Pflanzsituationen etwas mehr, weil sie von Natur aus weniger seitlich drückt. Trotzdem braucht auch Herbergii Schnitt, wenn eine saubere Heckenform entstehen soll. Wer möglichst wenig Pflege will, sollte nicht die stärkste Sorte wählen, sondern die passendste. Für schmale Gärten ist Herbergii deshalb oft die bessere Pflegeentscheidung, während Novita bei großen Flächen mit genügend Platz ihren Wuchsvorteil ausspielen kann.

Winterhärte, Frost und Stadtklima: wie sicher sind Novita und Herbergii?

Beide Sorten sind winterhart und werden mit WHZ 7a eingeordnet. Das ist für viele deutsche Gärten ausreichend, aber es bedeutet nicht, dass jede Pflanze an jedem Standort ohne Winterschäden durchkommt. Der kritische Fall ist nicht nur tiefer Frost, sondern Wintersonne mit gefrorenem Boden. Dann verdunsten die immergrünen Blätter Wasser, während die Wurzeln kaum nachliefern können. Sichtbar wird das später an braunen Blatträndern, trockenen Partien oder einzelnen geschädigten Trieben.

Bei Herbergii wird die Frostverträglichkeit als ausreichend bis gut beschrieben, bei Novita als gut. In geschützten Lagen fällt dieser Unterschied oft kaum auf. An windoffenen Ecken, vor hellen Mauern oder in exponierten Vorgärten kann Novita durch die etwas stärkere Frostbewertung im Vorteil sein. Trotzdem bleibt der wichtigste Schutz eine saubere Pflanzung: frischer, nicht vernässter Boden, ausreichendes Angießen vor trockenen Frostphasen und kein spätes, stark stickstoffbetontes Antreiben im Herbst.

Stadtklima vertragen beide Sorten gut. Das hilft bei Vorgärten, Höfen und urbanen Grundstücken, wo Wärme, versiegelte Flächen und reflektierende Hauswände zusammenkommen. Der Schwachpunkt bleibt aber der Wurzelraum. Wenn ein Pflanzstreifen zwischen Einfahrt, Mauer und Gehweg zu schmal und trocken ist, löst auch eine stadtklimataugliche Sorte das Problem nicht allein. Dann muss die Entscheidung über Pflanzabstand, Bodenvorbereitung und Bewässerung genauso ernst genommen werden wie die Sortenwahl.

Blüte, Früchte und Gartenwirkung: was du realistisch erwarten solltest

Novita und Herbergii blühen typischerweise im April bis Mai weiß und auffällig. Die Blüte kann für Bienen und andere Insekten einen mittleren Wert haben, während die späteren schwarzen Steinfrüchte für Vögel interessanter sind. Für Haushalte mit Kindern oder Haustieren ist wichtig: Die Früchte sind nicht zum Verzehr geeignet. Das ist kein Grund, Kirschlorbeer grundsätzlich auszuschließen, aber ein Punkt, den man bewusst einordnen sollte.

In der Optik wirkt Herbergii durch die schmaleren, glänzenden Blätter etwas ruhiger. Novita zeigt hellgrünes, größeres Laub und wirkt dadurch kräftiger und präsenter. Wenn du eine moderne, zurückhaltende Hecke willst, kann Herbergii besser passen. Wenn die Hecke schnell als satte, immergrüne Sichtschutzwand wahrgenommen werden soll, spricht mehr für Novita.

Der ökologische Wert beider Sorten ist mittel. Kirschlorbeer ist nicht heimisch, bietet aber Deckung und kann durch Blüte und Früchte einen gewissen Nutzen liefern. Wenn der ökologische Anspruch im Garten sehr hoch ist, sollte Kirschlorbeer nicht automatisch die erste Wahl sein. In diesem Fall lohnt sich ein Blick auf Alternativen, etwa im Vergleich Eibe oder Kirschlorbeer für eine immergrüne Heckenentscheidung, weil dort Sichtschutz, Schnitt, Standort und Gartenwert anders gewichtet werden.

Welche Sorte passt zu welcher Gartensituation?

Wenn dein Garten groß genug ist, die Hecke schnell schließen soll und du eine kräftige grüne Wand möchtest, nimm Novita. Die Sorte ist stark, schnell und wirkungsvoll, aber sie verlangt auch, dass du ihr Platz gibst oder sie konsequent schneidest. Wenn du diesen Platz nicht hast, wird der Vorteil zur Belastung. Dann wächst die Hecke nicht einfach gut, sondern zu stark.

Wenn dein Garten enger ist, die Hecke an einem Weg entlangläuft oder du eine sauber kontrollierbare Kirschlorbeerhecke suchst, nimm Herbergii. Sie bringt dichten Sichtschutz, bleibt aber im Seitenwachstum etwas moderater. Besonders in Vorgärten oder entlang schmaler Grundstücksgrenzen ist das oft die bessere Entscheidung. Herbergii ist nicht die langsamere Notlösung, sondern die passendere Sorte, wenn Kontrolle wichtiger ist als maximale Wuchskraft.

Wenn du unsicher bist, ob Kirschlorbeer Novita oder Herbergii besser passt, prüfe zuerst die Breite, nicht die Höhe. Die Höhe lässt sich durch Schnitt gut steuern. Die Breite wird im Alltag schneller zum Problem, weil sie Wege, Beete, Rasenflächen und Nachbargrenzen betrifft. Genau deshalb ist Novita für breite Heckenstreifen stark, Herbergii für kontrollierte Heckenverläufe oft klüger.

Pflanzabstand und Aufbau: der Fehler, der später kaum noch sauber zu korrigieren ist

Der häufigste Fehler bei Kirschlorbeerhecken ist ein zu enger Pflanzabstand aus Ungeduld. Wer sofort eine geschlossene Wand will, setzt oft zu viele Pflanzen auf kurzer Strecke. Anfangs wirkt das überzeugend, nach wenigen Jahren konkurrieren die Pflanzen aber stärker um Licht, Wasser und Nährstoffe. Die Hecke wird dann nicht automatisch dichter, sondern kann innen schneller verkahlen und außen unruhig wachsen.

Bei Novita ist dieser Fehler besonders deutlich, weil die Sorte kräftig in die Breite geht. Sie braucht Platz, damit der starke Zuwachs eine gleichmäßige Hecke aufbaut und nicht nur Druck erzeugt. Herbergii lässt sich etwas enger und ruhiger führen, trotzdem sollte auch hier nicht aus Ungeduld gepflanzt werden. Eine gute Hecke entsteht nicht durch maximale Pflanzenzahl, sondern durch passenden Abstand, guten Bodenanschluss und sauberen Schnittaufbau.

Wenn die Hecke schnell blickdicht werden soll, hilft ein planvoller Start mehr als hektisches Verdichten. Nach dem Pflanzen muss der Boden gleichmäßig feucht bleiben, ohne zu vernässen. Der erste Formschnitt sollte nicht erst erfolgen, wenn die Hecke zu groß ist, sondern sobald die Pflanzen sauber angewachsen sind und in Form gebracht werden können. So entsteht dichter Austrieb genau dort, wo später Sichtschutz gebraucht wird.

Krankheiten und Schädlinge: woran du Stress früh erkennst

Novita und Herbergii können bei Stress anfällig für Schrotschuss, Mehltau und Blattflecken werden. Das bedeutet nicht, dass diese Probleme ständig auftreten müssen. Meist beginnt es mit ungünstigen Bedingungen: zu feuchter Boden, schlechte Luftbewegung, Trockenstress nach der Pflanzung oder ein geschwächter Wurzelbereich. Sichtbar wird das durch gelochte Blätter, fleckige Blattflächen oder weißliche Beläge.

Die Lösung ist selten ein einzelner schneller Eingriff. Zuerst muss die Ursache sauber eingeordnet werden. Wenn die Hecke zu nass steht, hilft mehr Gießen nicht, sondern verschärft das Problem. Wenn die Pflanze in Trockenstress steht, reichen kurze Wassergaben an der Oberfläche nicht aus. Bei Dickmaulrüssler oder Blattläusen ist entscheidend, früh hinzuschauen, weil Fraßspuren oder klebrige Beläge oft zeigen, dass die Pflanze bereits geschwächt ist.

Novita wirkt durch ihren kräftigen Wuchs oft robuster, kann bei falschem Standort aber genauso Stress zeigen. Herbergii ist nicht empfindlich, braucht aber ebenfalls frischen, gut drainierten Boden und eine vernünftige Wasserversorgung. Wer die Hecke passend zum Standort auswählt, verhindert die meisten Probleme vor der Pflanzung. Das ist deutlich besser, als später Symptome zu behandeln, die eigentlich aus einer falschen Sorten- oder Standortentscheidung entstanden sind.

Fazit: Welche ist die bessere Kirschlorbeer-Hecke?

Die bessere Wahl hängt an einer klaren Entscheidung: Willst du schnellen, kräftigen Sichtschutz mit viel Volumen, nimm Novita. Willst du dichten Sichtschutz mit besserer Kontrolle, nimm Herbergii. Beide Sorten sind schnittverträglich, immergrün, für Sonne bis Halbschatten geeignet und als Sichtschutzhecke stark. Der Unterschied liegt im späteren Alltag: Novita verlangt mehr Raum und konsequenteren Schnitt, Herbergii bleibt etwas ruhiger und passt besser in begrenzte Gärten.

Wenn eine Hecke schnell schließen soll und der Pflanzstreifen breit genug ist, ist Novita die stärkere Lösung. Wenn die Hecke an einer Terrasse, am Vorgarten oder entlang eines schmaleren Grundstücks stehen soll, ist Herbergii meist die sicherere Entscheidung. Wer zusätzlich eine Alternative mit anderer Wuchsrichtung prüfen will, sollte auch Kirschlorbeer Novita gegenüber Caucasica bei aufrechteren Heckenformen einordnen, bevor die Pflanzung festgelegt wird.

FAQ zu Kirschlorbeer Novita vs. Kirschlorbeer Herbergii

Was ist der Unterschied zwischen Kirschlorbeer Novita und Herbergii?

Der wichtigste Unterschied liegt im Wuchs: Novita wächst kräftiger und breiter, während Herbergii etwas kontrollierter und schmaler wirkt. Novita legt typischerweise etwa 40–60 cm pro Jahr in der Höhe zu, Herbergii eher 30–45 cm. Im Garten bedeutet das: Novita schließt schneller, braucht aber mehr Platz und Schnitt. Herbergii ist besser, wenn die Hecke dicht werden soll, aber nicht zu massiv in den Garten hineinwachsen darf.

Welcher Kirschlorbeer eignet sich besser als Hecke?

Beide Sorten eignen sich gut als Hecke, aber für unterschiedliche Situationen. Novita ist besser, wenn du schnell hohen und kräftigen Sichtschutz willst und genug Breite einplanen kannst. Herbergii ist besser, wenn du eine dichte, immergrüne Hecke mit ruhigerem Wuchs suchst. Bei schmaleren Gärten oder Wegen direkt neben der Hecke ist Herbergii meist die praktischere Entscheidung.

Wie schnell wachsen Novita und Herbergii im Vergleich?

Novita wächst mit etwa 40–60 cm Höhenzuwachs pro Jahr schneller als Herbergii, die meist etwa 30–45 cm schafft. Auch seitlich legt Novita stärker zu, was bei offenen Grundstücksgrenzen ein Vorteil sein kann. In engen Pflanzstreifen wird genau dieser Vorteil aber schnell zum Pflegeproblem. Wenn du wenig schneiden willst, ist nicht die schnellere Sorte automatisch besser, sondern die besser passende.

Ist Kirschlorbeer Herbergii winterhart?

Ja, Kirschlorbeer Herbergii ist winterhart und wird für viele deutsche Gartenlagen ausreichend bis gut frostverträglich eingeordnet. Kritisch sind vor allem windoffene Standorte mit Wintersonne und gefrorenem Boden, weil die immergrünen Blätter dann Wasser verdunsten, ohne dass die Wurzeln genug nachliefern können. Das erkennt man später an braunen Blatträndern oder trockenen Triebspitzen. Ein frischer, gut drainierter Boden und ausreichendes Wässern vor trockenen Frostphasen helfen deutlich.

Welche Sorte benötigt weniger Pflege – Novita oder Herbergii?

Herbergii benötigt in vielen Gärten etwas weniger Korrekturschnitt, weil sie seitlich moderater wächst. Novita ist nicht pflegeintensiv im klassischen Sinn, aber ihre stärkere Wuchskraft verlangt mehr Schnittdisziplin, wenn die Hecke schmal bleiben soll. Beide Sorten sind sehr gut schnittverträglich und werden am besten nach der Blüte oder Ende August geschnitten. Wenn du möglichst wenig nacharbeiten willst, ist Herbergii bei begrenztem Platz meist die ruhigere Wahl.